Digitalisierung im Krankenversicherungsmarkt

Erscheinungsdatum: 17.5.2018 | Quelle/Autor: Gesundheitsforen / Josefine Stollberg

Wie digital sind unsere gesetzlichen und privaten Krankenkassen vernetzt? Zusammen mit dem Frauenhofer IMW und der Universität Leipzig haben die Gesundheitsforen diese Frage untersucht und eine gemeinsame Studie durchgeführt, deren Ergebnisse jetzt veröffentlicht wurden.

Krankenversicherungen sind im ersten Gesundheitsmarkt die größten und wichtigsten Akteure und spielen in der Debatte, wie digital sich der Gesundheitsmarkt entwickeln müsse, eine entscheidende Rolle. Vorherige Studien haben herausgestellt, dass die digitale Informationsbeschaffung auch Auswirkungen auf das Gesundheitsverhalten der Bevölkerung hat. Auch bezüglich des Einsatzes digitaler Versorgungsleistungen, wie bspw. die Telemedizin, ist eine zunehmende Offenheit auf der Nachfrageseite zu beobachten. Daraus resultiert ein gewisser Anpassungsdruck auf der Angebotsseite, dem sich die Krankenkassen stellen müssen.

Die empirische Studie des Frauenhofer IMW, der Universität Leipzig und den Gesundheitsforen schließt nun eine Forschungslücke, da zum Grad der Digitalisierung bei privaten und gesetzlichen Krankenkassen (GKV und PKV) noch keine aktuelle und umfassende Betrachtung sowie detaillierte Analysen der verschiedenen Fachbereiche existent waren.

Obwohl die digitale Transformation bereits fast alle Fachbereiche entweder überwiegend der vollständig erfasst hat, werden jedoch überall noch deutliche Ausbaupotenziale gesehen. Als externe Schwierigkeiten im Digitalisierungsprozess werden vor allem rechtliche Rahmenbedingungen, fehlende Standards und Unsicherheit über zukünftige Technologien gesehen. Den meisten Befragten bereiten die mangelnde digitale Kompetenz der Beschäftigten, fehlende zeitliche Ressourcen und die Umstellung bestehender IT-Systeme Schwierigkeiten. Um den veränderten Wünschen der Kunden nach digitalen Angeboten gerecht zu werden und neue Versorgungsanwendungen zu entwickeln, kooperieren zwei Drittel der PKVen und 44 Prozent der GKVen bereits mit Startups, um die von ihnen noch als eher gering eingeschätzte Veränderungskultur voranzutreiben.

Die vollständige Studie steht Ihnen hier zum kostenfreien Download zur Verfügung.