Gesundheitsforen entwickeln nationales Transplantationsregister

Erscheinungsdatum: 26.6.2018 | Quelle/Autor: Gesundheitsforen / Vicki Richter-Worch; Martin Grohmann

Knapp 3.000 Organe werden pro Jahr von circa 900 Personen in Deutschland gespendet, leider mit fallender Tendenz. Demgegenüber stehen mehr als zehnmal so viele auf ein Spenderorgan wartende Menschen. Um das Vertrauen in die Organspende in der Bevölkerung wieder zu stärken und die Datenbasis für die transplantationsmedizinische Versorgung und Forschung zu verbessern, verabschiedete der Deutsche Bundestag mit Wirkung zum 1. November 2016 das Gesetz zur Einrichtung eines nationalen Transplantationsregisters.

Die Gesundheitsforen wurden im Januar 2018 vom GKV-Spitzenverband, der Bundesärztekammer und der Deutschen Krankenhausgesellschaft damit beauftragt, das deutsche Transplantationsregister aufzubauen und zu betreiben. Der Betrieb einer Geschäftsstelle zur Koordination und Unterstützung eines Fachbeirats fällt ebenfalls in den Verantwortungsbereich der Gesundheitsforen.

„Damit leisten wir einen Beitrag, dass die Transplantationsmedizin in Deutschland weiter verbessert und die Patientensicherheit erhöht werden kann“, erläutert Martin Grohmann, Geschäftsstellenleiter und Leiter des Bereichs Medizin und Versorgung bei den Gesundheitsforen. Das Transplantationsregister soll bis März 2019 aufgebaut, ab Mai 2019 mit den Altdaten aus den Jahren 2006 bis 2016 befüllt und ab 2019 jährlich mit Neudaten angereichert werden. Die Umsetzung des Transplantationsregisters wird vom Bundesgesundheitsministerium mit begleitet. Parallel erfolgt der Aufbau einer pseudonymisierten Datenbank für neue Transplantationen.

Weitere Informationen zum Transplantationsregister erhalten Sie unter

www.transplantations-register.de